Where the Bands Are [Bosstime, 27 December, 2019] (auf Deutsch)

Coverbands sind eigentlich nicht mein Ding, und vor allem nicht Bruce Springsteen-Coverbands. Trotzdem bin ich am 27. Dezember 2019 in Siegburg gewesen, um die Bruce Springsteen Cover Band Bosstime anzugucken. Ich bin diese Woche in Köln zu Besuch und hatte dadurch die Gelegenheit die Band live zu sehen.

Dass Bosstime zur Zeit einer der gefragtesten Bruce Springsteen Tribute Band ist, verstehe ich sofort, als ich den Kubana Live Club betrat. Das Lokal ist vollgestopft von Menschen, die an diesem Brückentag im Dezember Springsteenmusik hören möchten. Die meisten sind natürlich regionale Fans, aber dass der Sänger die längste Anreise zum Konzert hatte, bezweifle ich (aus Göteborg kommend) stark.

Schon ab den ersten Textpassagen war die Stimmung gut und ungefähr wie bei einem Boss-Konzert waren die Arme in der Luft und Fans haben lautstark mitgesungen. Obwohl die Band eine Cover- bzw. Tributeband ist, versuchen die Mitglieder nicht so tun, als ob sie E-Streeter wären. Sie sind wirklich gute Musiker und sie haben mit Spielfreude und Authentizität Musik gemacht. Der Saxophonist hat großartig Saxophon gespielt und der Sänger/Leadgitarrist Thomas Heinen ist ein charismatischer Frontmann mit einer sehr guten Stimme.

Die Setlist bestand aus einer guten Mischung von Hits aus Springsteens gesamten Repertoire, sogar Tucson Train von seinem neuesten Album Western Stars. Das Lied wurde aber mit wenig Begeisterung aufgenommen. Wie immer bei Coverbands befürchtete ich, dass sie meine Lieblingslieder ruinieren. Nichtsdestotrotz, haben sie gute Versionen von sowohl Thunder Road als auch von Badlands gespielt.

Es war meiner Meinung nach eine starke Vorstellung und die Musik von Springsteen wurde an diesem Abend ausgezeichnet zelebriert. Leider konnten das besoffene Publikum an der Theke hinter uns nicht die Klappe halten. Es war besonders deutlich während den langsameren Liedern und auch während des akustischen Teils der Zugaben und es war sehr störend.

4 comments

  1. Tolles Foto vom Sänger – und ein schöner Bericht!
    Habe das Konzert in Nürnberg ähnlich empfunden wie Du den Abend in Siegburg – nur gottseidank standen rund um uns keine Besoffenen an der Bar, sondern recht textsichere und tanzfreudige Zeitgenossen.
    Ich würde mir Bosstime auf jeden Fall nochmal anhören, selten so viel gute Musik für (vergleichsweise) so wenig Geld bekommen.
    Liebe Grüße aus München & einen guten Rutsch
    Natascha

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